Edelmetalle im Aufwind nach handelspolitischen Turbulenzen | KW9
Die vierte Februarwoche 2026 brachte spürbare Bewegung an den globalen Rohstoffmärkten. Getrieben durch neue handelspolitische Spannungen durchbrach der Goldpreis am 23. Februar die psychologisch wichtige Hürde von 5.100 USD. Besonders die Grundsatzrede von US-Präsident Trump am 25. Februar, in der er eine deutliche Verschärfung der amerikanischen Handelspolitik in Aussicht stellte, sorgte weltweit für erhöhte Nervosität und befeuerte die Rallye.
In einer dynamischen Aufwärtsbewegung markierte das gelbe Edelmetall Spitzenwerte von rund 5.238 USD (circa 4.441 EUR), bevor sich das Geschehen auf hohem Niveau oberhalb der 5.180 USD-Marke stabilisierte. Parallel dazu verzeichnete der Goldsektor deutliche Kapitalzuflüsse, wobei mehrere große Gold-ETFs ein erhöhtes Anlegerinteresse meldeten.
Erholung am Silbermarkt: Preis erreicht höchstes Niveau seit Anfang Februar
Silber zeigte zur Wochenmitte eine deutliche Erholung und stieg zeitweise über die Marke von 90 USD je Unze. Damit erreichte das Metall den höchsten Stand seit Anfang Februar und knüpfte an die volatile Entwicklung der vergangenen Wochen an. Die Marktteilnehmer bewerteten die Bewegung überwiegend positiv, zumal sich der Preis nach dem Rücksetzer vom Januar-Hoch wieder stabilisieren konnte. Trotz einer leichten technischen Störung an der Chicago Mercantile Exchange (CME), die den Handel kurzzeitig lähmte, bleibt die Marktstimmung positiv.
LBMA-Analysten verweisen weiterhin auf ein robustes fundamentales Umfeld im Edelmetallsektor. Während die globale De‑Dollarisierung vor allem die Goldnachfrage der Zentralbanken stützt, profitiert auch Silber indirekt von der anhaltenden Risikodiversifizierung institutioneller Investoren sowie von einer stabilen industriellen Nachfrage.
Marktlage für Edelmetalle im Euroraum bleibt angespannt und chancenreich
Für Investoren im Euroraum bleibt die Marktlage angespannt, zugleich aber weiterhin attraktiv. Da der Euro in den vergangenen Tagen keine größeren Ausschläge gegenüber dem US‑Dollar zeigte, wirken sich die jüngsten Preisbewegungen am internationalen Edelmetallmarkt direkt auf die Euro‑Notierungen aus. Obwohl die Aufgelder für Münzen und Barren zuletzt leicht nachgaben, bleibt die physische Nachfrage in Deutschland hoch. Viele Anleger setzen angesichts anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten und einer weiterhin erhöhten Inflation verstärkt auf Edelmetalle als Form der Krisenabsicherung.
Stand: 27. Feb. 2026 | 11 Uhr

